Geschichte

Die Officina Gigotti entstand im Juni 1968 als Fachwerkstätte, in der Maschinenkomponenten und Mechanismen für die Motorfischerei repariert und hergestellt wurden. Sie wurde von Francesco Gigotti selbst gegründet, welcher angesichts seiner Erfahrungen, die er als Mitarbeiter in verschiedenen Maschinenbaufirmen sammeln konnte, beschloss, seine Fachkenntnisse den lokalen Schiffswerften und Bootsbauern („Meister der Axt“/Schiffszimmermänner) zur Verfügung zu stellen.  

 

1970

 

Seit den frühen 70er-Jahren bis 1978  machte sich  GIGOTTI einen Namen bei der Herstellung von Komponenten und Ersatzteilen für Hydraulikhämmer  und nahm an der SAMOTER Messe in Verona teil, wo das Unternehmen bei den lokalen Herstellern großen Eindruck hinterließ.


 

1978

 

Einer der Schritte, der die Zukunft von GIGOTTI wesentlich beeinflusste, ereignete sich am Ende der 70-er Jahre, als das Unternehmen begann, wichtige lokale Industriebetriebe zu beliefern, wie:  Pirelli Meridionale Cavi in Giovinazzo, Oto Trasm, Oto Melara, RIV-SKF, Weber Altecna, Isotta Fraschini, Breda Fucine Meridionali in Modugno. Während des gleichen Zeitraums wurden die ersten Lieferverträge mit einem führenden Betrieb auf dem Gebiet der Schiffsschraubenantriebe, Levi Drive Unit (Innenbordmotoren) geschlossen, die ganze Produktionsprogramme betrafen.

Größere Aufträge veranlassten GIGOTTI bald sein Knowhow bezüglich Metall- und Nichtmetallverarbeitungsprozessen  zu vertiefen und in neue Technologien zu investieren, was ihm in den darauffolgenden Jahren den angestrebten Erfolg sicherte.


 

1982

 

1982 engagiert sich GIGOTTI erfolgreich als Partner bei der Herstellung von Feinmechanik-Produkten im Bereich der Automaten und Geräte nach Zeichnung für die Automotive-Industrie in Zusammenarbeit  mit wichtigen und international anerkannten Herstellern wie COMAU, GEFIT und PFM.

Infolge der ständig wachsenden Nachfrage nach neuen Lösungen und verbesserter Produktionsfähigkeit erwarb GIGOTTI damals seine ersten beiden Maschinen mit computergestützter numerischer Steuerung (CNC). Die erste war eine DAINICHI- Drehmaschine  mit einem Revolverkopf und Werkzeughalter mit 12 Positionen und die zweite war eine RAMBAUDI-Fräsmaschine mit beweglichem Maschinenbett und manuellem Werkzeugwechsel. Diese beiden Maschinen stellten den Beginn einer neuen Ära der Investitionen dar, welche durch einen qualitativ hochwertigen und auf dem neuesten Stand gehaltenen Maschinenpark eine Produktionskapazität sichern sollten, die den ständig steigenden Marktanforderungen entsprach. Dieser grundlegende Aspekt zeichnet seit jeher den GIGOTTI Konzern aus.


 

1984

 

1984 begann GIGOTTI eine Zusammenarbeit mit  dem Centro Laser in Valenzano und dem Lebensmittelforschungszentrum Elasis Motor Power Research Center in Bari und Pomigliano d’Arco. Das Unternehmen leistete einen wesentlichen Beitrag bei der Erfindung und Entwicklung des Common Rail Systems, indem es die ersten Injektor-Prototypen und verschiedene Apparate und Instrumente für Studien und Forschungen bezüglich der von den Dieselinjektoren erzeugten Sprühnebel lieferte  (Experimental Investigation of Sprays). Im gleichen Zeitraum und bis 1986 arbeitete das Unternehmen mit verschiedenen lokalen Planungsbüros (DIAMEC, PROMEC SUD, CMA, etc.) bei der Entwicklung von Einrichtungen und Maschinen für den lokalen Automotive Sektor  zusammen: Magneti Marelli, Firestone, RIV-SKF, Weber Altecna.

Gleichzeitig ging  GIGOTTI wichtige Handelsbeziehungen mit renommierten italienischen Herstellern von automatischen Verpackungsmaschinen und einem schweizer Hersteller von Armbanduhren ein.


 

1990

 

Die frühen 90-iger Jahre waren die Jahre der technologischen Reife des Unternehmens, die von strategischen Entscheidungen und der Hinwendung zu einem anderen, sicherlich anspruchsvolleren  Kundenstock gekennzeichnet waren, der GIGOTTI aber gleichzeitig die Gelegenheit bot, seine Fähigkeiten bei der Durchführung und dem Management von anspruchsvollen Lieferaufträgen unter Beweis zu stellen, die eine völlig andere Organisationsstruktur und Denkweise verlangten.   Die mit dieser neuen Strategie erzielten Ergebnisse stärkten das Wissen um den Wert der Dienstleistungen und die Qualität der hergestellten Produkte. Dieses Bewusstsein war der Auslöser dafür, dass GIGOTTI seine Produkte zuerst auf dem italienischen und danach auf dem internationalen Markt lancierte, wobei  er den lokalen Ersatzteilmarkt einer Reihe kleiner Werkstätten überließ, die Großteils von früheren Mitarbeitern seines Unternehmens gegründet worden waren und auf die Gigotti immer stolz war.

In diesen Jahren konsolidierte  GIGOTTI zahlreiche Lieferbeziehungen auf verschiedenen Sektoren

  • Verpackungsmaschinen und -anlagen (Lebensmittel und Nichtlebensmittel)
  • Maschinen für die Herstellung von Verdichtern
  • Maschinen für die Herstellung und Verpackung von Zigaretten, Zigarettenfiltern und anderen Tabakprodukten
  • Werkzeug- und Handlingmaschinen
  • Maschinen für die Bearbeitung von Glasplatten und die Herstellung von Glasgefäßen
  • Maschinen für die Herstellung von Einmal-Hygieneprodukten
  • Automation und Robotertechnik für den Automotive-Sektor

 

1998

 

Gegen Ende der 90-iger Jahre gaben die steigende Anzahl und die höheren Anforderungen der Kunden den Anstoß für den Entwurf eines neuen Investitionsplans, der sowohl die Maschinen als auch das Personal betraf. Es wurde ein neues Firmengebäude im Gewerbegebiet von Molfetta errichtet (eine der ersten Niederlassungen von Produktionseinrichtungen in diesem Gewerbegebiet überhaupt)  und die gesamte Produktion dorthin verlegt.


 

1999

 

In diesen Jahren beschloss GIGOTTI die A&D zu gründen, um einer Reihe von Anforderungen  aus der Automotive-Industrie und einigen Marktnischen entgegenzukommen, welche die Entwicklung von kundenbezogenen Lösungen für die Fertigung folgender Produkte verlangten:   Elektrokabel, Polyethylen-Rohre, Kunststoff-Gussformen, Fertigungseinrichtungen, medizinische und biomedizinische Anlagen, Anlagen und Systeme für Forschungseinrichtungen und kleine Betriebe, die neue Produkte auf den Markt bringen wollten. Die A&D übernahm das alte Werk an der Staatsstraße s.s. 16 in Richtung Bisceglie bei km 775+600.


 

2003

 

Die MECCANICA GIGOTTI wurde 2003 gegründet und übernahm das neue Gebäude auf der Parzelle da-2 neben jener von OFFICINE GIGOTTI FRANCESCO.

Gleichzeitig wurde der Produktionsprozess von  GIGOTTI und des gesamten Konzerns ISO 9000 zertifiziert.

Diese Zertifizierung kennzeichnete den Start einer neuen Unternehmensstruktur, welche den Kunden die 4 Säulen der Zulieferindustrie garantieren sollten:

  • Qualität
  • Lieferzeiten
  • Wettbewerbsfähigkeit
  • Kundendienst

 

2005

 

GIGOTTI beschloss die A&D ins Gewerbegebiet von  Molfetta zu verlegen, um das Dienstleistungsangebot mit dem Planungsservice zu vervollständigen. Bei dieser Gelegenheit wurde die Betriebsanlage um neue Bereiche erweitert, um die Rohstoff- und Endproduktlager zu vergrößern. Ab diesem Moment konsolidierte die neue Organisationsstruktur  die Synergie zwischen den drei Unternehmen und gewährleistete damit eine deutliche Verbesserung der Leistungen bei Planung, Konstruktion und Montage, was auch das Interesse und den Erfolg im Ausland förderte.

Daraufhin wurde das Komplettmanagement von Export, Transport, Zoll, Lagerung der Ware bis zur Zustellung an den Kunden übernommen.


 

2008

 

Im Jahr 2008 wurde ein Investitionsplan umgesetzt, der die Erweiterung der Produktionskapazität zum Ziel hatte und GIGOTTI für die Lieferung von komplexen Maschinenaggregaten an einen multinationalen Konzern in die Lieferantenklasse A brachte.


 

2010

 

Im Jahr 2010 machten die Komplexität der Aufträge und die Managementanforderungen eine schnellere Weitergabe von Informationen und Prozessdaten an alle Unternehmensbereiche und eine drastische Reduzierung von Unterlagen auf Papier nötig.

GIGOTTI beschloss eine wesentliche organisatorische Veränderung vorzunehmen und führte innerhalb des Konzerns ein neues integriertes und kundenbezogenes Informationssystem ein, das in Echtzeit den Zugriff auf alle technischen Informationen und Prozessdaten bei jedem Arbeitsgang, die Überwachung des Arbeitsfortschritts, die Planung der Arbeitslast und das Handling von unvorhergesehenen Zwischenfällen bei der Lieferung erlaubte.


 

2012

 

Im Jahr  2012 reifte in der neuen Vision von GIGOTTI der Plan zur Internationalisierung heran, woraus sich gleichzeitig die Notwendigkeit ergab, den Produktionsprozess zu erweitern und zu erneuern. Dazu waren neuerliche Investitionen in Maschinen und Technologien  sowie weitere Verbesserungen bei der Dienstleistungsqualität und den Durchlaufzeiten nötig.